Wer sind die Menschen, die THE MUSICAL COMPANY ausmachen? Fünf Fragen an Lara Lösekann.Lara spielt im Projekt Joseph and the Amazing Technicolor Dreamcoat die Rolle der Erzählerin spielt. Lara ist TMC-Teilnehmerin der ersten Stunde: zum achten Mal steht sie als Solistin bei einer TMC-Produktion auf der Bühne. Im Gedächtnis bleibt Lara nicht nur mit ihrer Stimme, sondern auch mit ihrer außergewöhnlichen Bühnenpräsenz. Im „richtigen Leben“ ist die 32-jährige gebürtige Helgoländerin ein Familienmensch mit Mann und zwei Kindern, leitet mehrere Kindertanz-Gruppen in einem Sportverein und arbeitet als Verkäuferin und Beraterin auf einem Biohof.

Wie und wann bist du zur TMC gekommen?

Das war 2016. Meine Freundin Luise hat mir vom Casting für CATS erzählt. Oh mein Gott, ich war sofort total aufgeregt – auf so eine Gelegenheit hatte ich doch nur gewartet! Luise hat Kathi Lausberg-Pielhau, ihre Tanzlehrerin und zum ersten Mal auch Choreographin bei der TMC, gefragt, ob ich zum Vorsingen kommen kann. Die Antwort kam prompt und eindeutig: „Nein, sorry, die Anmeldefrist ist längst vorbei.“ Mir ist alles aus dem Gesicht gefallen, ich hätte fast losgeheult. Ich muss Luise wahnsinnig leidgetan haben, denn sie hat alle Hebel in Bewegung gesetzt und es irgendwie geschafft, Kathi noch zu überreden. Beim Casting war ich unglaublich nervös. Hinterher habe ich erfahren, dass Kathi es ebenfalls war, denn sie hatte für mich gegenüber den anderen Jurymitgliedern die Hand ins Feuer gelegt, obwohl sie mich gar nicht kannte. Am Ende ist es gut gegangen und ich habe eine Rolle bekommen. So fing das alles an.

Was ist die TMC heute für dich?

Ein Teil meines Lebens! Ein großer Teil sogar, der aus meinem Leben nicht mehr wegzudenken ist. Hier finde ich Ausgleich, ich weiß sonst manchmal gar nicht, wohin mit all meiner Energie. Allen geht es besser dadurch, dass ich hier bin! (lacht)

Hast du ein Lebensmotto?

Ja! Ich habe irgendwann mal den Spruch gehört: „Wer nicht sagt, was er will, der bekommt auch nicht, was er will“. Das klingt erstmal nicht sonderlich tiefgreifend, aber da steckt viel Wahrheit drin. Viele Menschen haben unglaubliche Erwartungen an andere, die sie niemals erfüllt bekommen, so dass sie andauernd enttäuscht sind. Dabei ist es doch für alle viel einfacher, klar zu sagen, was man will oder nicht will. So weiß jeder, woran er ist. Und man selbst kann sich freuen, wenn man etwas erreicht, weil man für sich eingestanden ist.

Was steht noch ganz oben auf deiner Bucket List?

Reisen! Ich war zwar schon viel unterwegs, aber ich möchte auch noch zusammen mit meiner Familie ganz viel von der Welt sehen. Ich würde zum Beispiel gern mit dem Van durch Nordamerika touren, den Grand Canyon und die Küsten abfahren und Kanada sehen.

Womit bringt man dich zum Grinsen?

Oh, das geht total leicht! Vor allem mit gut gemachter Musik. Oder mit Disneyfilmen. Und woran ich auch viel Spaß habe, sind unanständige Gesprächsthemen. (grinst)