Nicola ist langjährige TMC-Teilnehmerin und ein echtes Multitalent.

Nicola Paschelke singt in allen Stimmlagen von Sopran bis Tenor, spielt Geige, Bratsche und Klavier. Luxus für die TMC: je nachdem, was in den Projekten gerade fehlt, lässt Nicola sich mit Freude dort einsetzen, wo sie gebraucht wird. Aktuell singt sie Tenor im Kammerchor-Projekt NACHT.NIGHT.NOX. Nicola ist 48, im „richtigen Leben“ Friseurmeisterin und verdient ihre Brötchen in einem Bekleidungsgeschäft.

Wie und wann bist du zur TMC gekommen?

Unseren TMC-Leiter, Pascal F. Skuppe, kenne ich schon seit etwa 10 Jahren – da war er noch Kirchenmusiker und hat verschiedene Chöre geleitet. Mein erstes TMC-Projekt war CATS im Jahr 2016. Seitdem bin ich eigentlich immer dabei: RENT, DIE DREI MUSKETIERE, EVITA, HIGH SCHOOL MUSICAL, JESUS CHRIST SUPERSTAR, ZUM WEISSEN RÖSSL, diverse Klassik- und Neujahrskonzerte… Ich in den letzten Jahren habe ich kaum was ausgelassen. Ach ja, und bei manchen Projekten habe ich mich auch um die Frisuren und das Makeup gekümmert.

Mit welchen drei Worten würdest du dich beschreiben?

Ich bin empathisch, loyal und eine „Diplomatenqueen“ (lacht). Irgendwie schaffe ich es, auch in unangenehmen Momenten die richtigen Worte zu finden, um zu sagen, was gesagt werden muss, ohne dass jemand verletzt wird. Meine Kolleginnen haben mir deshalb irgendwann mal diesen Titel verpasst. Jetzt habe ich die drei Begriffe zwar schon aufgeraucht, mir fällt aber auch noch eine weitere typische Eigenschaft ein: Wenn ich eine Herausforderung für mich annehme, dann bin ich auch bereit, sie voll anzupacken und hart dafür zu arbeiten.

Womit kann man dir ein breites Grinsen entlocken?

Wenn jemand mich zum Grillen einlädt und mir ein leckeres Nackensteak serviert! In meiner Familie sind alle Vegetarier, und wenn wir zusammen grillen, funktioniert das zwar auch mit Fleisch und Gemüse auf dem Grill, aber irgendwie ist das nicht dasselbe. Also ein „richtiges“ Grillen mit Fleisch – damit bringt man mich zum Grinsen. Ist doch eigentlich ganz einfach, oder?

Was war dein bewegendster Moment, den du bei der TMC erlebt hast?

Da gibt es nicht nur den einen Moment: Das Bewegendste ist für mich immer die Woche vor der Premiere. Da nehme ich mir grundsätzlich Urlaub, denn dann kann ich mich voll darauf konzentrieren und komplett in so eine Art Parallelwelt einzutauchen. In dieser Zeit steigt die Aufregung, probt viel häufiger als sonst, und alle rücken nochmal enger zusammen. Dann sieht mach auch die Bühne zum ersten Mal aus der Publikums-Perspektive, mit Beleuchtung und allem Drum und Dran. Diese Zeit ist für mich immer das Schönste. Bei jedem Projekt aufs Neue.

Was bedeutet die TMC heute für dich?

Die TMC gehört einfach zu meinem Leben! Man trifft die verschiedensten Menschen, mit denen man im Alltag vielleicht nicht in Kontakt gekommen wäre. Alt und Jung mit unterschiedlichsten Lebenswegen kommen hier zusammen. Und doch haben wir über die Arbeit mit der Musik alle eine große Gemeinsamkeit, die Verbundenheit schafft. Ich mag mir die TMC nicht mehr wegdenken!